Sa 19. September 2009 - 07:00 bis 20:00

Kunstfahrt nach Kärnten
Museum-Liaunig am 19. und 20. September 2009

, Foto: Freunde der Kunstmeile Krems

Nachbericht von Günter Wolfsberger

Abfahrt Samstag, 19.9. 2009 um 7:00 Uhr pünktlich von der Kunsthalle Krems im Komfortbus (Raiffeisen Reisen). Kaffeepause bei einer Raststelle auf der Südautobahn, gegen 12:00 Uhr Eintreffen in Neuhaus und erster Teil der Führung durch das Liaunig-Museum. Wir freuen uns, dass Prof. Peter Baum sich bereit erklärt hat, unsere Mitglieder persönlich durch die Ausstellung zu führen.
Gemeinsames Mittagessen in unmittelbarer Nähe des Museums um ca 13:30 Uhr im Landgasthaus Hafner, anschließend  zweiter Teil der Führung (mit Kaffeepause).
Gegen Abend Weiterfahrt nach Klagenfurt und Zimmerbezug im ****Hotel Atrigon. Abend zur freien Verfügung, wobei wir vor Ort Lokalempfehlungen bekommen.

Sonntag, 20.9. 2009, 8:00 - 9:30 Frühstück (Buffet).
Abfahrt 10:00 Uhr nach Vorderberg
(Gailtal) ins "Paradies" des Künstlers Cornelius Kolig.
Der 1942 geborene Maler, Bildhauer und Objektkünstler errichtete in seinem Geburtsort ein Gesamtkunstwerk auf einem rund 6000 m² großen Areal, das "Paradies". 2006 erhielt er den Großen Kulturpreis des Landes Kärnten, der ihm durch LH Jörg Haider überreicht werden sollte. Haider hatte Kolig 1998 als Fäkalkünstler bezeichnet. Zur Überreichung des Preises war Kolig provokativ mit Greifzangen gekommen und verwendete diese auch, um bei der Übergabe nicht mit Haider in Berührung kommen zu müssen. Kolig ist derzeit im Essl-Museum eine Einzelausstellung bis 11.10. 2009 gewidmet.
Anschließend kurze Pause mit Imbissmöglichkeit, Rückfahrt über Graz, Unterpremstätten. Ca. 15:30 Uhr Besichtigung des Österreichischen Skulpturenparks.
Zum Wesen dieses Parks: Wenn Skulptur und Natur in Verbindung treten, reagieren sie aufeinander und es entwickelt sich eine Wechselbeziehung, die im Laufe der Zeit eine Geschichte erzählt und sich permanent ändert. Der Garten als vom Menschen gestaltete und doch ständig wachsende Natur korrespondiert im Österreichischen Skulpturenpark in besonderem Maße mit den der Witterung ausgesetzten, der Landschaft sich einfügenden oder auf diese reagierenden Skulpturen.
Das Vokabular der zeitgenössischen Skulptur reicht von abstrakter Bildhauerei bis zu Alltagsgegenständen, von anthromorphen Figurationen bis zu Gebrauchsobjekten. Der Dialog zwischen Standort und Skulptur soll dieses Vokabular sichtbar mchen, also Aussagen über die Kunst, aber auch über die Gesellschaft, ihre Konflikte und Träume treffen und Begegnungsräume schaffen.
Eine Gemeinschaftsarbeit von Franz West und Otto Zitko, die zwischen gebrauchsfähigem Möbel und abstrakter Skulptur schwankt, wiederholt in ihrer Platzierung genau diese Ambivalenz. Am Wegrand stehend befindet sie sich aber auf einer Art Sockel, der Respekt gebietet, den Gebrauch des Gegenstandes verweigert und zur Abstraktion rückverweist. Oswald Oberhubers Skulptur an der Wand verweist darauf, dass seit Minimal jede Skulptur nicht nur auf dem Boden stehen, sondern auch an der Wand hängen kann, dass Skulptur also auch im Dialog zum Bild steht.
Der heute mehr als 50 Skulpturen umfassende Park wird nunmehr durch das Landesmuseum Joanneum geführt.
Anschließend kurze Pause mit Imbissmöglichkeit, Rückfahrt.

Ca. 20:00 Uhr Ankunft Kunsthalle Krems
Pauschalpreis pro Person: €150,-
im Doppelzimmer, €170,- im Einzelzimmer (inkl. Busfahrten lt. Programm, Hotel mit Frühstücksbuffet, Eintritte und Führungen)
Mindestteilnehmer 30 Personen

Wir freuen uns auf eine interessante Reise, an der auch der neue Geschäftsführer der Kunstmeile Krems, Hans-Peter Wipplinger, teilnehmen wird.